Klaus-Rüdiger Mai: Gehört Luther zu Deutschland?  Ein Gespräch zum Essay und über die brennenden Fragen der Zeit

Klaus-Rüdiger Mai: Gehört Luther zu Deutschland? Ein Gespräch zum Essay und über die brennenden Fragen der Zeit

INTERVIEW/037: Schwund mit den Wurzeln – seismische Signale:  Klaus-Rüdiger Mai im Gespräch mit Christiane Baumann

Ersterschienen auf Schattenblick.de

Klaus-Rü­di­ger Mai ver­fügt als His­to­ri­ker und Schrift­stel­ler über ein Œvre, das über­rascht. Er schreibt über die Mu­si­ker-Dy­nas­tie die Bachs eben­so wie Bio­gra­phi­en über Lu­ther und Dürer. Aus sei­ner Feder stam­men span­nen­de his­to­ri­sche Ro­ma­ne und Kri­mis. Für den unter dem Pseud­onym Se­bas­ti­an Fle­ming er­schie­ne­nen Roman Die Kup­pel des Him­mels über den Er­bau­er des Domes von Flo­renz, Do­na­to Bra­man­te, wurde ihm von des­sen ita­lie­ni­scher Ge­burts­stadt Fer­mi­gna­no die Eh­ren­bür­ger­schaft ver­lie­hen. Nicht zu­letzt kann er mit Es­says wie Lob der Re­li­gi­on auf­war­ten, für den er 2015 den Hol­län­di­schen Preis für das beste re­li­giö­se Buch er­hielt. Nun hat er wie­der einen knapp zwei­hun­dert Sei­ten um­fas­sen­den Essay vor­ge­legt, der heute in die Buch­lä­den kommt: Ge­hört Lu­ther zu Deutsch­land? ist der Titel, der hin­ter­grün­dig an­mu­tet und sich bei ge­nau­em An­se­hen als es­say­is­ti­sches Sei­ten­stück zu sei­nen Bio­gra­phi­en er­weist, in dem Kon­tu­ren einer Ge­schichts­phi­lo­so­phie er­kenn­bar wer­den.

Schat­ten­blick (SB): Ihr Text ist eine ein­zi­ge Pro­vo­ka­ti­on. Ihre Be­fun­de zur Lage in Deutsch­land las­sen auf­hor­chen: Recht­ha­be­rei statt Mei­nungs­frei­heit, Bil­dungs­ab­bau und Wohl­stands­ver­wahr­lo­sung, Kin­der­ar­mut, man­geln­des Ge­schichts­be­wusst­sein, po­li­ti­sche Ro­man­tik an­statt ra­tio­na­ler Po­li­tik. Sie füh­len sich im bes­ten rö­mi­schen Sinne als Bür­ger durch die Re­gie­ren­den be­droht und rufen die mün­di­ge Bür­ger­schaft um Bei­stand an, neh­men damit

das im Rö­mi­schen Im­pe­ri­um “vor­nehms­te Frei­heits­recht” der Bür­ger wahr, wie es in Ihrem Essay heißt. Was hat Sie be­wo­gen, einen Trak­tat, der in sei­ner Ge­sell­schafts­ana­ly­se das Po­ten­zi­al für einen Thril­ler hat, zu schrei­ben?

Klaus-Rü­di­ger Mai (KM): Ver­ant­wor­tung, der ich mich nicht ent­zie­hen kann. Ver­ant­wor­tung für das, was wir er­erbt, was mir meine El­tern mit­ge­ge­ben haben, wie für das, was wir un­se­ren Kin­dern hin­ter­las­sen. Wenn unser Land plötz­lich nicht mehr durch de­mo­kra­ti­sche Dis­kus­si­on und Ent­schei­dung, son­dern durch die Selbst­er­mäch­ti­gung einer Bun­des­kanz­le­rin ver­än­dert wird, wenn ein­fluss­rei­che po­li­ti­sche Kräf­te ein neues Deutsch­land durch die Hin­ter­tür ein­füh­ren wol­len, ohne ers­tens hin­rei­chend zu er­klä­ren, wie sie sich die­ses neue Deutsch­land vor­stel­len, und sie zwei­tens den Sou­ve­rän nicht be­fra­gen, ob er sich von sei­nem “alten” Deutsch­land ver­ab­schie­den möch­te, dann be­fin­den wir uns nicht mehr auf dem Boden der De­mo­kra­tie. Ich habe be­reits in den acht­zi­ger Jah­ren in einer Ana­ly­se eines lin­ken, fran­zö­si­schen So­zio­lo­gen ge­le­sen, dass die Po­li­ti­ker aller im Par­la­ment ver­tre­te­nen Par­tei­en ein­an­der näher ste­hen als ihren Wäh­lern. Das hat mich da­mals über­rascht. Ein Blick auf das Im­pe­ri­um Ro­ma­num soll­te uns in mehr­fa­cher Hin­sicht zu den­ken geben. Das Kon­zept der Bür­ger­ge­sell­schaft hat Rom groß ge­macht. Es be­ruh­te auf der Dis­zi­plin und der Ver­ant­wor­tung der Bür­ger für ihre res pu­bli­ca.

Jeder Bür­ger Roms hatte das Recht, alle an­de­ren Bür­ger zum Wi­der­stand auf­zu­ru­fen, wenn die Re­gie­rung sein Bür­ger­recht ver­letz­te. Dafür muss­te der Bür­ger im Ge­gen­zug kon­se­quent für die rö­mi­sche Ge­sell­schaft ein­tre­ten. Das reich­te bis zur all­ge­mei­nen Wehr­pflicht. Man kann es nicht deut­lich genug sagen: Der Er­folg des Im­pe­ri­um Ro­man­ums be­ruh­te auf der Frei­heit sei­ner Bür­ger, die frei­en Wil­lens – also in Frei­heit – für ihr Ge­mein­we­sen, wenn es sein muss­te, auch mit ihrem Leben ein­stan­den und die Be­lan­ge ihrer Ge­sell­schaft öf­fent­lich ver­han­del­ten. Die­sen Ge­dan­ken, dass die Frei­heit aller die Frei­heit jedes Ein­zel­nen vor­aus­setzt, fin­den Sie in der An­ti­ke in der pro­vo­ca­tio ad po­po­lum, im Chris­ten­tum, wenn Jesus sagt: “Was ihr getan habt einem von die­sen mei­nen ge­rings­ten Brü­dern, das habt ihr mir getan.” (Mt. 25, 40), in der Magna Char­ta der Eng­län­der, in Sir Ed­ward Cokes be­rühmt ge­wor­de­nem Aus­spruch: “for a man’s house is his cast­le” und schließ­lich auch im Kom­mu­nis­ti­schen Ma­ni­fest von Karl Marx und Fried­rich En­gels.

Cover des Essays Gehört Luther zu Deutschland? - © by Herder Verlag

© by Her­der Ver­lag

SB: Im Kom­mu­nis­ti­schen Ma­ni­fest?

KM: Marx und En­gels for­mu­lier­ten als Ziel eine Ge­sell­schaft, worin “die freie Ent­wick­lung eines jeden die Be­din­gung für die freie Ent­wick­lung aller ist.” Wenn die Frei­heits­rech­te des Ein­zel­nen ver­letzt wer­den, dann exis­tiert keine Frei­heit mehr. Zu den Frei­heits­rech­ten ge­hö­ren es­sen­ti­ell die Mei­nungs­frei­heit und das Recht, die öf­fent­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten mit­zu­be­stim­men. Auf­ga­be der Re­gie­rung ist es, die Frei­heits­rech­te der Bür­ger zu ga­ran­tie­ren, indem sie unter an­de­rem die Ho­heits­rech­te des Staa­tes durch­setzt und nicht sus­pen­diert. Ge­ra­de in wich­ti­gen exis­ten­ti­el­len Fra­gen darf die Po­li­tik nicht von den öf­fent­li­chen Plät­zen in Ber­li­ner, Brüs­se­ler oder Is­tan­bu­ler Hin­ter­zim­mern flüch­ten. Und gut lu­the­risch ge­sagt, kann ich nicht an­ders, als die öf­fent­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten öf­fent­lich zur Dis­kus­si­on zu stel­len. Es geht mir nicht darum, Recht zu haben, son­dern darum, dass diese wich­ti­gen Fra­gen öf­fent­lich ver­han­delt wer­den. Die li­te­ra­ri­sche Form des Es­says habe ich ge­wählt, weil sie Ge­dan­ken­spie­le zu einem Thema er­mög­licht. Üb­ri­gens: In der Re­nais­sance wur­den in­tel­lek­tu­ell fas­zi­nie­ren­de De­bat­ten zur guten und zur schlech­ten Re­gie­rung ge­führt. Dan­tes Zeit­ge­nos­se Am­bro­gio Lo­ren­zet­ti malte hier­zu sogar für das Rat­haus von Siena zwei Bil­der: “Die gute Re­gie­rung” und “Die schlech­te Re­gie­rung” – man kann sich die staats­po­li­ti­schen Vor­stel­lun­gen im wahrs­ten Sinne des Wor­tes an­schau­en.

SB: Sie be­haup­ten, dass Deutsch­land und Eu­ro­pa an der Schwel­le gro­ßer Ver­än­de­run­gen ste­hen, dass Eu­ro­pas Mo­der­ne, die einst mit Lu­ther ein­ge­läu­tet wurde, jene Epo­che des Hu­ma­nis­mus und der aus ihm sich ent­fal­ten­den Auf­klä­rung, sich dem Ende zu­neigt. Sie pro­gnos­ti­zie­ren auf­grund Ihrer Ana­ly­se so­zia­le Un­ru­hen. Aus Ihrer Sicht ist der Kampf um die “mensch­li­che Wohl­fahrt und Würde”, wie sie Im­ma­nu­el Kant be­zeich­net, in Deutsch­land er­öff­net. Woran ma­chen Sie so exis­ten­zi­el­le Be­fun­de fest?

KM: Wir sind be­reits mit­ten in den Ver­än­de­run­gen. Das große ge­sell­schaft­li­che Pa­ra­dig­ma, das mit der Neu­zeit, ver­kürzt ge­sagt mit der Re­for­ma­ti­on be­ginnt, endet in un­se­ren Tagen. His­to­risch ge­se­hen ist der Pa­ra­dig­men­wech­sel ein völ­lig nor­ma­ler Vor­gang. Auch wenn die po­li­ti­schen Eli­ten hier­zu­lan­de gern in Hein­rich Au­gust Wink­lers Traum von Deutsch­lands lan­gem Weg nach Wes­ten schwel­gen, bleibt jed­we­de Vor­stel­lung, die Ge­schich­te auf Ziele und Flucht­punk­te hin ord­net, ein ideo­lo­gi­sches Kon­strukt, das sich üb­ri­gens in schö­ner Re­gel­mä­ßig­keit selbst bla­miert. Der eng­li­sche Autor Hans Kund­na­ni hat mit sei­nem scharf­sich­ti­gen Aperçu Recht, dass Wink­lers lan­ger Weg nach Wes­ten die deut­sche Ent­spre­chung von Fran­cis Fu­ku­ya­mas These vom Ende der Ge­schich­te ist. Aber die Ge­schich­te endet nicht, so­lan­ge Men­schen exis­tie­ren, und eine An­kunft im Pa­ra­dies ist auf Erden nicht vor­ge­se­hen. Die Men­schen leben in Pa­ra­dig­men, die ge­kenn­zeich­net wer­den von gro­ßen Welt­an­schau­un­gen, die Glau­bens-, Wert- und Mo­ral­vor­stel­lun­gen ent­hal­ten, von einer Struk­tur des Zu­sam­men­le­bens, der po­li­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen. Wenn die Pa­ra­dig­men nicht mehr va­ri­iert oder aus­ent­wi­ckelt wer­den kön­nen, dann kommt es zu gro­ßen grund­sätz­li­chen Ver­än­de­run­gen, die so­zu­sa­gen die ganze bis­he­ri­ge Welt auf den Kopf stel­len, wie wir es bei­spiels­wei­se beim Über­gang von der Spät­an­ti­ke zum Mit­tel­al­ter und vom Spät­mit­tel­al­ter zur Neu­zeit be­ob­ach­ten kön­nen. Ich möch­te nur zwei Bei­spie­le her­aus­grei­fen. Mar­tin Lu­ther hatte das Ich im Glau­ben ent­deckt, da­durch aber auch das In­di­vi­du­um. In der Folge wird so­wohl das In­di­vi­du­um als auch das Sub­jekt voll­kom­men neu de­fi­niert. Im­ma­nu­el Kant nennt das die ko­per­ni­ka­ni­sche Wende im Den­ken. Die­ses In­di­vi­du­um, das not­wen­dig ist, um Frei­heit, Pri­vat­heit, In­di­vi­du­al­rech­te und all­ge­mei­ne Men­schen­rech­te zu de­fi­nie­ren, droht an­ge­sichts der Di­gi­ta­li­sie­rung zum Da­ten­staub pul­ve­ri­siert zu wer­den, so wie das In­di­vi­du­um zur Hu­man­schnitt­stel­le um­funk­tio­niert wird. Der Wech­sel von der Gu­ten­berg­ga­la­xie, die be­stim­mend war für un­se­re stu­pen­de tech­ni­sche und wis­sen­schaft­li­che Ent­wick­lung, in das World Wide Web, vom Ana­lo­gen zum Di­gi­ta­len ver­än­dert kom­plett un­se­re Welt­an­schau­ung, zumal zum ers­ten Mal vir­tu­el­le Wel­ten wich­ti­ger zu wer­den schei­nen als reale Wel­ten. Wir könn­ten wei­ter über An­ker­be­grif­fe reden wie Fort­schritt und Wachs­tum. Noch ahnen wir diese Ent­wick­lung mehr, als dass wir sie prä­zi­se be­schrei­ben kön­nen. Es wird dar­auf an­kom­men, genau diese Ar­beit zu leis­ten. Sie wird aber nur ge­lin­gen, wenn man das Aus­maß, die Fun­da­men­ta­li­tät, ja die Ra­di­ka­li­tät die­ser Ent­wick­lung vor­aus­setzt und nicht in einer Art geis­ti­gen Bie­der­mei­ers ver­harrt. Wir haben die Chan­ce, diese Pro­zes­se im Sinne der Bür­ger zu be­stim­men, wenn wir sie in ihrer gan­zen Trag­wei­te ver­ste­hen. Eine be­stimm­te Ent­wick­lung muss eben nicht zwangs­läu­fig ein­tre­ten. Die Men­schen kön­nen ihre Ge­schi­cke und ihre Ge­schich­te be­stim­men. Dass sie das in größ­ter Har­mo­nie ver­mö­gen, ist damit al­ler­dings nicht ge­sagt. Zu jedem Pro­zess exis­tie­ren Al­ter­na­ti­ven. Dem Er­kennt­nis­pro­zess wer­den aber große Wi­der­stän­de ent­ge­gen­ge­setzt.

SB: Sie sehen die De­mo­kra­tie und die Frei­heit in Deutsch­land in Ge­fahr. Aus Ihrer Sicht neh­men der Staat und die von den Bür­gern le­gi­ti­mier­te Re­gie­rung ihre ho­heit­li­chen Auf­ga­ben und damit ihre Ver­ant­wor­tung, un­se­re christ­lich-hu­ma­nis­ti­schen Werte zu schüt­zen, nicht mehr wahr?

Beim Vortragen auf der Kanzel der Friedenskirche - Foto: © by Günter Krawutschke

“Wer seine Ge­schich­te ver­rät, hat keine Zu­kunft.” Klaus-Rü­di­ger Mai wäh­rend der Le­sung in der Frie­dens­kir­che Foto: © by Gün­ter Kra­wutsch­ke

KM: Es ist ganz of­fen­kun­dig, dass aus un­se­ren christ­lich-hu­ma­nis­ti­schen Wer­ten sich die Men­schen­rech­te und die De­mo­kra­tie ent­wi­ckel­ten. Der Hu­ma­nis­mus hat den Bogen zur An­ti­ke ge­schla­gen, auch zur grie­chi­schen und rö­mi­schen De­mo­kra­tie. Die christ­li­che Kir­che hat das Rö­mi­sche Recht trans­fe­riert und da­durch Eu­ro­pa ver­recht­licht, wäh­rend Lu­ther mit dem Ich im Glau­ben das In­di­vi­du­um ent­deck­te und mit der epo­cha­len Schrift Von der Frei­heit eines Chris­ten­men­schen die Grund­la­ge für die uni­ver­sel­len Men­schen­rech­te schuf. Durch das von ihm aus dem Hu­ma­nis­mus ge­won­ne­ne Prin­zip sola scrip­tu­ra (Schrift­prin­zip) hat er nicht nur die Grund­la­gen für die his­to­risch-kri­ti­sche Me­tho­de, son­dern auch für die Kri­tik, die ein es­sen­ti­el­ler Be­stand­teil eu­ro­päi­schen Den­kens ist, ge­schaf­fen. Geben wir un­se­re hu­ma­nis­tisch-christ­li­chen Werte preis, dann ent­zie­hen wir der De­mo­kra­tie und der Frei­heit die Grund­la­ge, dann zer­stö­ren wir un­se­re Art zu leben. Aus die­sem Grund ist es wich­tig, Ten­den­zen ent­ge­gen­zu­tre­ten, die die deut­sche Ge­schich­te auf zwölf Jahre re­du­zie­ren und die gro­ßen Deut­schen von Mar­tin Lu­ther bis Im­ma­nu­el Kant his­to­risch ent­sor­gen, indem man sie a-his­to­risch zu An­ti­se­mi­ten er­klärt. Wer wird Lu­ther und Kant in der ideo­lo­gi­schen Skan­da­li­sie­rung fol­gen? Les­sing? Fried­rich Ni­co­lai? Moses Men­dels­sohn? Und wei­ter: Goe­the? Schil­ler? Her­der? Wir soll­ten unser gro­ßes Erbe weder ge­ring­schät­zen, noch ver­schleu­dern, weil wir es für die Zu­kunft be­nö­ti­gen. Wer seine Ge­schich­te ver­rät, hat keine Zukunft.

SB: “Ge­hört Lu­ther zu Deutsch­land?” – für mich hat das nie in Frage ge­stan­den, denn er ge­hört ja zu un­se­rer kul­tu­rel­len Iden­ti­tät, die al­ler­dings mit der Last zwei­er Welt­krie­ge und dem ge­teil­ten Deutsch­land tiefe Krat­zer be­kom­men hat. Un­ver­kenn­bar ist Ihre Po­le­mik, denn da ist ja die­ser Satz in der Welt, vom Islam, der zu Deutsch­land ge­hö­re …

KM: Es ist ein Kenn­zei­chen des Ver­lus­tes an Frei­heit, dass Po­le­mik in­zwi­schen als ne­ga­tiv gilt. Dabei be­deu­tet Po­le­mik nichts an­de­res als Mei­nungs­streit, als der Kampf um die bes­se­re Ar­gu­men­ta­ti­on. Der Wett­be­werb der Ideen, der Streit der Mei­nun­gen, An­sich­ten und Vor­schlä­ge, das Rin­gen um Al­ter­na­ti­ven sind aber Herz und Geist der De­mo­kra­tie. Ein po­si­ti­ves Ver­hält­nis zur Po­le­mik ge­hört zu ihren Grund­hal­tun­gen. In dem Sinne bin ich po­le­misch. Im Grun­de be­nö­ti­gen wir einen Me­cha­nis­mus der stän­di­gen Re­de­mo­kra­ti­sie­rung, der mit der Be­gren­zung der Amts­zeit für Bun­des­kanz­ler und Bun­des­mi­nis­ter auf zwei Le­gis­la­tur­pe­ri­oden be­ginnt. Lu­thers gro­ßer Auf­tritt auf dem Reichs­tag in Worms wird ge­wöhn­lich um ein wich­ti­ges De­tail re­du­ziert, denn bevor er die gro­ßen Sätze über das Ge­wis­sen sagt, zi­tiert er an die Adres­se Kai­ser Karls V. ge­rich­tet Jesus: “Ihr sollt nicht mei­nen, dass ich ge­kom­men bin, Frie­den zu brin­gen auf die Erde. Ich bin nicht ge­kom­men, Frie­den zu brin­gen, son­dern das Schwert.” (Mt. 10,34) Und damit mein­te er den Streit der Mei­nun­gen, der aus Lu­thers Sicht ohne Zwang ge­führt wer­den muss. Im Grun­de hat die Bun­des­kanz­le­rin bei mir die Frage, ob Lu­ther noch zu Deutsch­land ge­hört, aus­ge­löst. Wenn sie ei­ner­seits sagt, dass der Islam selbst­ver­ständ­lich zu Deutsch­land ge­hört, im glei­chen Atem­zug dazu auf­for­dert, den Mut auf­zu­brin­gen, sich zum Chris­ten­tum zu be­ken­nen, das Chris­ten­tum also nicht mehr selbst­ver­ständ­lich zu Deutsch­land ge­hört, denn alles, wofür man Mut be­nö­tigt, ist nicht selbst­ver­ständ­lich, stellt sich in der Tat die Frage: Ge­hört das Chris­ten­tum, ge­hört Lu­ther noch zu Deutsch­land? Hat Mar­tin Lu­ther über­haupt noch einen Platz in Deutsch­land? In der evan­ge­li­schen Kir­che?

SB: Sie gehen mit der evan­ge­li­schen Kir­che im Kon­text des Lu­ther-Ju­bi­lä­ums hart zu Ge­richt, wer­fen ihr Selbst­ge­fäl­lig­keit und Selbst­be­weih­räu­che­rung eben­so vor wie ein Hort der Par­tei­häu­ser ge­wor­den zu sein, in dem die Ideo­lo­gie über die Re­li­gi­on zu tri­um­phie­ren scheint. Haben wir Zu­stän­de wie zu Lu­thers Zei­ten?

KM: Mit der evan­ge­li­schen Kir­che gehe ich gar nicht ins Ge­richt,

Der Autor während der Lesung in der Friedenskirche - Foto: © by Günter Krawutschke

“Alle Ent­schei­dun­gen haben von den Bür­gern Eu­ro­pas aus­zu­ge­hen.” Klaus-Rü­di­ger Mai Foto: © by Gün­ter Kra­wutsch­ke

denn die Kir­che ist die Ge­mein­schaft der Chris­ten. Hier leben viele Men­schen groß­ar­tig ihren Glau­ben, ar­bei­ten Pas­to­ren und Pas­to­rin­nen mit viel En­ga­ge­ment. Per­sön­lich emp­fin­de ich eine gute Pre­digt als Rei­ni­gung. Meine Kri­tik gilt dem Rat der EKD, gilt einem Links­pro­tes­tan­tis­mus, der sich für Lu­ther zu schä­men scheint und sich lie­ber auf dem Feld der Po­li­tik als auf dem des Glau­bens tum­melt. Wenn ein mus­li­mi­scher Re­li­gi­ons­leh­rer sich in Pa­kis­tan neben einem Spiel­platz in die Luft sprengt, um mög­lichst viele christ­li­che Kin­der mit sich in den Tod zu rei­ßen, die Ta­li­ban an­schlie­ßend noch ein­mal be­kräf­ti­gen, dass Chris­ten für sie das Ziel mör­de­ri­scher An­schlä­ge sind und die Re­for­ma­ti­ons­be­auf­trag­te auf die ori­gi­nel­le Idee ver­fällt, den Ter­ro­ris­ten mit Liebe und Ge­be­ten zu be­geg­nen, dann ist das pure Heu­che­lei. Wo be­geg­net die Re­for­ma­ti­ons­be­auf­trag­te denn den Ter­ro­ris­ten? El­tern ver­lie­ren ihre Kin­der, die ge­ra­de noch sorg­los spiel­ten, und die Bi­schö­fin gönnt sich er­ha­be­ne Ge­füh­le. In Lu­thers Schrift “Ob Kriegs­leu­te auch im se­li­gen Stan­de sein kön­nen” von 1526 kann man nach­le­sen, warum Pa­zi­fis­mus kein Chris­ten­tum ist. Was ich kri­ti­sie­re, ist, dass der Rat der EKD zu sehr die Po­li­tik und zu wenig den Glau­ben in den Mit­tel­punkt sei­ner Tä­tig­keit stellt. Po­li­tik ge­hört nicht in die Kir­chen! Es geht auch nicht an, auf ge­leb­tes Chris­ten­tum in der Öf­fent­lich­keit oder auf christ­li­che In­hal­te zu ver­zich­ten, weil man damit re­li­giö­se Ge­füh­le der Mus­li­me ver­let-

zen könn­te. Die Tren­nung von Staat und Kir­che ist ein hohes Gut und nie­mand in der Kir­che soll­te es in Frage stel­len, indem er sich aus einem fal­schen Amts­ver­ständ­nis her­aus in die Po­li­tik ein­mischt. Dafür exis­tie­ren in der De­mo­kra­tie Par­tei­en. Wird von der Kan­zel eine be­stimm­te po­li­ti­sche Rich­tung ge­pre­digt, spal­tet das die Ge­mein­de und wird da­durch das Got­tes- zum Par­tei­haus ge­macht. Das groß­ar­ti­ge – und zu­tiefst lu­the­ri­sche – an der evan­ge­li­schen Kir­che ist doch, dass sie stets in der Span­nung zwi­schen Glau­ben und In­sti­tu­ti­on, zwi­schen Re­li­gio­si­tät und Ap­pa­rat lebt. Keine ein­hun­dert Jahre nach der Re­for­ma­ti­on emp­fan­den viele Lu­the­ra­ner die lu­the­ri­sche Or­tho­do­xie, die sich ge­bil­det hatte, als ein Är­ger­nis, weil sie zu sehr Ob­rig­keit sein woll­te und sich in alle welt­li­chen Be­rei­che ein­misch­te. In die­ser Zeit kam das Wort von der Mau­er­kir­che auf und viele Chris­ten sehn­ten sich nach einer Al­ter­na­ti­ve, nach der Her­zens­kir­che. Wenn also die Ba­lan­ce zwi­schen le­ben­di­gem Glau­ben und Ap­pa­rat ge­stört ist, be­darf es einer Ver­än­de­rung, be­darf es einer Ent­po­li­ti­sie­rung und einer neuen Hin­wen­dung zum Glau­ben.

SB: Für mein Ver­ständ­nis trägt Ihr Essay viel Uto­pi­sches in sich. Aber ohne Frage legen Sie schlüs­sig dar, dass die “tek­to­ni­schen Plat­ten un­se­rer Ge­sell­schaft” in Be­we­gung ge­ra­ten sind, also wie­der ein­mal Ge­schich­te statt­fin­det, die wir ge­stal­ten kön­nen und soll­ten. Doch wel­che Al­ter­na­ti­ven zu Glo­ba­li­sie­rung, zur EU, zur “Herr­schaft des me­di­al-fi­nanz-wirt­schaft­lich-po­li­ti­schen Kom­ple­xes”, wie sie ihn be­zeich­nen, gibt es über­haupt? Wie kann eine “neue Re­for­ma­ti­on”, wie Sie sie for­dern, aus­se­hen, zumal Sie be­to­nen, dass die Öko­no­mie keine Frage pri­mär lösen wird, also eher die Ethik?

KM: Die Ethik ist der Aus­gangs­punkt. Mar­tin Lu­ther lehrt uns, vom Men­schen aus zu den­ken. Das wirkt auf den ers­ten Blick erst ein­mal banal, hat aber große Kon­se­quen­zen. Wir müs­sen vom In­di­vi­du­um, von sei­nen Rech­ten, sei­nen Pflich­ten, von sei­ner Frei­heit aus­ge­hen. Mar­tin Lu­ther hat den mo­derns­ten Frei­heits­be­griff, indem er Frei­heit, Ver­ant­wor­tung und Ge­wis­sen zu­sam­men­denkt. Im Essay zeige ich, wie der Glo­ba­li­sie­rung die Re­gio­na­li­sie­rung ent­ge­gen ge­stellt wer­den muss. Eu­ro­pa, die­ser wun­der­ba­re Kon­ti­nent, muss sich wie­der fin­den – und zwar in sei­ner Viel­falt und Re­gio­na­li­tät. Die EU-Bü­ro­kra­tie will alles an sich zie­hen und Eu­ro­pa in einen Zen­tral­staat ver­wan­deln – das ist aber an­ti­eu­ro­pä­isch. Wer wirk­lich eu­ro­pä­isch denkt, der tritt für ein för­de­ra­les und re­gio­na­les Eu­ro­pa ein. Die Men­schen leben in ihren Re­gio­nen. Sie sind Eu­ro­pä­er, weil sie Ka­ta­la­nen und Bay­ern, weil sie Pie­mon­te­ser und Ti­ro­ler sind und nicht um­ge­kehrt. Schau­en Sie sich die

Ent­wick­lung der letz­ten Jahre an. Die EU-Bü­ro­kra­tie und der Euro haben so viel Hass in Eu­ro­pa er­zeugt, einen Hass, den wir doch alle für längst über­wun­den hiel­ten. Den neuen Na­tio­na­lis­mus hat Brüs­sel her­vor­ge­bracht, er ist ein Kind der EU. Umso mehr lo­ka­le, re­gio­na­le und na­tio­na­le Kom­pe­ten­zen auf Brüs­sel über­tra­gen wer­den, umso we­ni­ger de­mo­kra­ti­sche Teil­ha­be bleibt den Men­schen, den Bür­gern Eu­ro­pas. Die Stär­kung der EU-Bü­ro­kra­tie geht ein­her mit der suk­zes­si­ven Ent­mach­tung des Sou­ve­räns, weil das Re­prä­sen­ta­ti­ons­prin­zip über­dehnt wird. Der Rats­prä­si­dent sagt ja selbst, dass er am liebs­ten im Hin­ter­zim­mer mit ein paar Leu­ten ent­schei­det. Die res pu­bli­ca scheint er als un­an­ge­nehm, als stö­rend zu emp­fin­den. Was üb­ri­gens gern über­se­hen wird, ist, dass ge­ra­de das In­ter­net eine neue Re­gio­na­li­tät er­mög­licht. Die Grund­ma­xi­me lau­tet schlicht: alle Ent­schei­dun­gen haben in Eu­ro­pa, von den Bür­gern Eu­ro­pas aus­zu­ge­hen. Wo man hin­ge­gen in Brüs­sel hin­schaut, stößt man auf Ge­heim­nis­se wie die TTIP-Ver­hand­lun­gen und Ge­heim­ab­kom­men wie Anfa, als wäre der eu­ro­päi­sche Bür­ger der Feind, dem man die we­sent­li­chen Ent­schei­dun­gen vor­ent­hal­ten muss, weil sie ihn be­tref­fen. Mar­tin Lu­ther hat aus der Pro­vinz der rö­mi­schen Zen­tra­le das Kon­zept der Re­gio­na­li­tät ent­ge­gen­ge­hal­ten. Auch hier kön­nen wir von Lu­ther ler­nen. Was als Ab­lass­streit be­gann, war auch eine Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Re­gi­on und Zen­tra­le. Aus der deut­schen Pro­vinz kam der ent­schei­den­de Puls zur Mo­der­ne, nicht aus der Bü­ro­kra­tie.

SB: Sie neh­men den mün­di­gen Bür­ger in die Ver­ant­wor­tung, sich nicht zu “Kon­sums­kla­ven” oder “Da­ten­ab­ga­sen im In­ter­net” und letzt­lich zum Spiel­ball der Ge­schich­te her­ab­wür­di­gen zu las­sen. Auch wenn Sie einen Essay und kein Ar­beits­pro­gramm oder Ma­ni­fest ge­schrie­ben haben, eine gute Kri­tik soll­te immer auch einen pro­duk­ti­ven Vor­schlag ent­hal­ten. So drängt sich die Frage auf, wel­che Hand­lungs­spiel­räu­me hat der Ein­zel­ne über­haupt?

KM: Vom Ein­zel­nen hängt alles ab. Lässt er es zu, dass die Mäch­ti­gen immer mäch­ti­ger wer­den und die De­mo­kra­tie zur Olig­ar­chie ver­kommt, dann ver­klei­nern sich seine Hand­lungs­spiel­räu­me. Was ich sagen will, ist: Nie­mand wird den Bür­gern Hand­lungs­spiel­räu­me er­öff­nen oder auch nur offen hal­ten, das müs­sen die Bür­ger schon selbst tun. Das ist un­be­quem, das ist zu­wei­len ge­fähr­lich, aber un­er­läss­lich. Da nur ein wirt­schaft­lich frei­es Sub­jekt auch ein po­li­tisch frei­es Sub­jekt sein kann, gilt es, neue wirt­schaft­li­che For­men und Re­ge­lun­gen zu fin­den. Ich be­nen­ne ohne An­spruch auf Voll­stän­dig­keit ein paar Punk­te: Das Ver­hält­nis zwi­schen Real- und Fi­nanz­wirt­schaft ist in ein gro­bes Un­gleich­gewicht ge­ra­ten. Das gilt es kräf­tig zu kor­ri­gie­ren. Wirt­schaft­li­che Ent­flech­tun­gen sind not­wen­dig. Ko­ope­ra­ti­ve Ei­gen­tums­for­men müs­sen auf allen Ge­bie­ten ge­för­dert wer­den. So­zia­le Me­di­en, die Ei­gen­tum we­ni­ger sind, stel­len einen Wi­der­spruch in sich dar. Da der Ge­brauch von Such­ma­schi­nen und von so­zia­len Me­di­en in­zwi­schen zum Leben wie Was­ser und Strom ge­hö­ren, müs­sen diese Me­di­en und In­ter­net­diens­te als Da­seins­für­sor­ge be­trach­tet und in viel­fäl­ti­ge Ei­gen­tums­for­men über­führt wer­den, die von Ko­ope­ra­ti­ven bis zu re­gio­na­len Zweck­ver­bän­den rei­chen. Ich habe Bei­spie­le hier­für im Buch an­ge­führt. Wir müs­sen es ler­nen, au­ßer­halb des Pa­ra­dig­mas zu den­ken.

SB: Sie ope­rie­ren mit dem Be­griff “un­ge­wis­ses Deutsch­land”, was auf den Ver­lust an kul­tu­rel­ler Iden­ti­tät eben­so an­spielt wie auf die un­ge­wis­se Zu­kunft. Wie kön­nen wir Lu­ther in die­sem Pro­zess für uns pro­duk­tiv ma­chen?

KM: Der Be­griff “Un­ge­wis­ses Deutsch­land” spielt auf ein Buch glei­chen Ti­tels an, das der Fran­zo­se Pier­re Viénot 1932 ge­schrie­ben hat, um den Fran­zo­sen Deutsch­land zu er­klä­ren. Er­staun­li­cher­wei­se ist es noch immer le­sens­wert. Un­ge­wiss meint aber auch, dass – und hier liegt das ei­gent­li­che Pro­blem – Deutsch­land sich selbst un­ge­wiss ist. Uns ver­ge­wis­sern kön­nen wir aber, wenn wir uns, un­se­re Ent­wick­lung be­grei­fen und Wert­vor­stel­lun­gen ent­wi­ckeln – und an die­sem Punkt hilft uns Mar­tin Lu­ther, in dem er uns an un­se­re Ver­ant­wor­tung für “unser Haus­we­sen”, für Got­tes

Schöp­fung ge­mahnt, die Frei­heit zum An­ker­wert macht, vom Men­schen aus denkt, des­sen Leben er als Leben in sei­ner Re­gi­on be­greift, und Bil­dung als den Wert er­kennt, der über un­se­re Zu­kunft ent­schei­det. Wer Bil­dungs­stan­dards ab­sen­ken will, hat die Zu­kunft be­reits auf­ge­ge­ben. Wer wie die Bre­mer Bil­dungs­se­na­to­rin die Haupt­auf­ga­be der Bil­dung in der In­te­gra­ti­on von Zu­wan­de­rern sieht, pro­gram­miert be­reits die Ban­gla­de­schi­sie­rung Deutsch­lands. Es ist doch viel­mehr so, dass die Mög­lich­kei­ten hu­ma­nis­ti­scher Bil­dung, zu deren Kanon die klas­si­schen Spra­chen, eu­ro­päi­sche Fremd­spra­chen, Na­tur­wis­sen­schaf­ten, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­leh­re, In­for­ma­tik, Li­te­ra­tur, Thea­ter, Kunst, Musik, Geo­gra­fie, Ge­schich­te, po­li­ti­sche Öko­no­mie, Phi­lo­so­phie und Re­li­gi­on, Me­di­en­kri­tik als Quel­len­kri­tik ge­hö­ren, über­haupt nicht aus­ge­schöpft sind. Mit Mar­tin Lu­ther ge­dacht: Die Zu­kunft die­ses Lan­des wer­den nur ge­bil­de­te Bür­ger si­chern und Frei­heit und Bil­dung be­din­gen ein­an­der, denn nur ge­bil­de­te Men­schen kön­nen wirk­lich frei sein.

Klaus-Rü­di­ger Mai
Ge­hört Lu­ther zu Deutsch­land?
Her­der Ver­lag, Frei­burg, Basel, Wien 2016,
207 Sei­ten
19,99 Euro,
ISBN: 978-3-451-34846-4

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12. April 2016

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